13. Heinrich Czerkus, Platzwart und Widerstandskämpfer (* 1894, † 1945)

Seit 2004 starten hunderte Läuferinnen und Läufer am Karfreitag vom Stadion Rote Erde zum Heinrich-Czerkus-Gedächtnislauf in die Bittermark. Erinnerung an einen Mann, der zu den Opfern der Karfreitagsmorde durch die Gestapo wenige Tage vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Dortmund gehörte. Heinrich Czerkus (* 27.10.1894, † April 1945) war bekennender Kommunist und wohnte in der Schlosserstraße 42 am Borsigplatz. Der lange Zeit arbeitslose Czerkus übernahm 1924 nach dem Ausbau der „Weissen Wiese“ zum „Borussia-Sportplatz“ die Rolle des Platzwarts beim BVB. Und der Verein hielt auch zu ihm, als er 1933 als von den Nationalsozialisten verfolgter Ratsherr in den Widerstand ging. Zeitweise lebte er nun im Umkleidegebäude des Borussia-Sportplatzes, um Aktionen der Gestapo zu entgehen. Seine Verhaftung war trotzdem nicht zu verhindern. Am 19. April 1945 fand man seine Leiche neben denen zahlreicher anderer Widerstandskämpfer und Zwangsarbeiter im Rombergpark.