3. Weiße Wiese Hoeschpark Spielstätte (1910-1937)

Eine große Freifläche und einen Ball, mehr brauchten die fußballbegeisterten Jünglinge der Dreifaltigkeitsgemeinde nicht. Sie trafen sich auf einer Wiese an der Wambeler Straße nahe der Arbeitersiedlung am Rande des Hoesch-Werkes. Der Name „Weisse Wiese“ entstand durch den weißen Flaumteppich, der von den nahen Pappeln auf das Spielfeld geweht wurde. Nach Gründung des BVB wurde die „Weisse Wiese“ offizielle Spielstätte des Vereins – anfangs mit bescheidener Ausstattung. Um die Voraussetzungen für die Teilnahme in höheren Spielklassen zu schaffen, wurde das Areal 1923/24 für 50.000 Reichsmark aufgemöbelt. Der von einer 1,80 Meter hohen Mauer umgebene „Borussia-Sportplatz“ bot nun auch Umkleide- und Kassenhäuschen und Platz für bis zu 10.000 Zuschauer. 1937 musste die „Weisse Wiese“ dann allerdings dem Bau des Hoeschparks weichen. Immerhin nutzte der BVB den Hoeschpark nach dem Zweiten Weltkrieg noch als Spielstätte und pflegt ihn bis heute als Traditionsort – am liebsten als Startort für einen Autocorso bei Meisterschaften oder Pokalsiegen.