4. Aufnahme im Westdeutschen Spielverband (3. Dezember 1910)

Ein wahrer Gründungsboom an Vereinen prägte die Jahrhundertwende. Nur mit einer List gelang deshalb dem als „wilder Verein“ gegründeten BVB die Aufnahme in den Westdeutschen Spielverband (WSV), der zeitweise einen Aufnahmestopp für Fußballclubs verhängt hatte. Der BVB umging diese Hürde, indem er im Frühjahr 1910 mit Erfolg den Antrag zur Aufnahme in den WSV als Leichtathletik-Abteilung stellte. Die gab es tatsächlich, wenn sie neben den Fußballern auch nur eine Nebenrolle spielte. Für die Aufnahme der Fußball-Abteilung hatten sich die BVB Verantwortlichen die Fürsprache des Dortmunder Sportpioniers und Geschäftsführers des in Dortmund ansässigen Deutschen Fußball- Bundes (DFB), Walter Sanß, gesichert. Mit seiner Hilfe wurden schließlich auch die BVB-Fußballer bei einer Tagung des WSV im Gasthaus Krone am Markt am 3. Dezember 1910 in den Verband aufgenommen und konnten so regulär am Spielbetrieb teilnehmen.