6. BVB-Retter Heinrich Schwaben

Nicht nur einmal überstand der BVB erfolgreich eine Finanzkrise. Die erste traf den noch jungen Verein in den 1920er-Jahren. Der Retter hieß damals Heinrich Schwaben (* 1896, † 1955). Nahe des Borsigplatzes aufgewachsen, spielte er selbst für den BVB, machte aber auch beruflich Karriere. Und so konnte er bald als Direktor der Union-Brauerei seinem Verein organisatorisch und finanziell unter die Arme greifen. Gemeinsam mit Präsident Franz Jacobi bastelte er an den Plänen für den Ausbau der „Weissen Wiese“ zum „Borussia- Sportplatz“ und übernahm 1923 als Kontaktmann zur Wirtschaft das Präsidenten-Amt. Der BVB hatte sich 1926 für den Aufstieg in den Ruhrbezirksklasse verschuldet, war kurz darauf aber schon wieder abgestiegen. Schwaben übernahm die drückenden Schulden mit Geld aus seiner Privatkasse und rettete den Verein vor dem Ruin. 1949 übernahm Schwaben in der Wiederaufbau-Phase nach dem Zweiten Weltkrieg noch einmal für ein Jahr den Vereinsvorsitz.