60. Wiederaufstieg in die 1. Liga

1971/72 war Borussia Dortmund bemitleidenswert eindeutig als Tabellen-Siebzehnter (20:48 Punkte, Tordifferenz: minus 49) aus der 1. Bundesliga abgestiegen. Ein Jahr später musste Bergwerksdirektor Heinz Günther mit Mut, Risiko und einer Handvoll Gönnern einen völlig überschuldeten Club sanieren. Die Verbindlichkeiten beliefen sich auf 422.000 Mark, eine für damalige Verhältnisse exorbitant hohe Summe. Vier bittere Jahre verbrachte der BVB in der Versenkung, spielte unter anderem gegen Olympia Wilhelmshaven und den HSV Barmbek-Uhlenhorst. Erst 1975/76 gelang der Wiederaufstieg in Liga eins. Dem BVB, als hoher Favorit in die Saison gestartet, schien auf der Zielgeraden zwar die Puste auszugehen. Der Club verlor sich in internem Zank, dem Trainer Otto Knefler zum Opfer fiel (er wurde durch Horst Buhtz ersetzt), und landete im Schlussklassement nur auf Rang zwei hinter Tennis Borussia Berlin. Doch in den Relegationsspielen gegen den Süd- Zweiten 1. FC Nürnberg setzte sich Dortmund mit 1:0 (auswärts) und 3:2 (zu Hause) durch. 54.000 Zuschauer im Westfalenstadion feierten am 23. Juni die Rückkehr ins Konzert der Großen.