64. Relegationsspiel gegen Fortuna Köln

Manchmal ist Fußball wie Boxen. Ein einziger Moment, eine Sekunde vielleicht, und das Drama ist perfekt. Der K.o., die Niederlage, der große Triumph. So, wie am 17. Mai 1986, als Borussia Dortmund schon fast in die zweite Liga abgestiegen war. „In der Kabine hätte man zur Pause eine Stecknadel fallen hören können und draußen tobten die Massen”, erzählt Stürmer Jürgen Wegmann. Dortmund lag im Relegations-Rückspiel gegen Zweitligist Fortuna Köln 0:1 hinten, hätte nach dem 0:2 im Hinspiel aber einen Sieg mit mindestens zwei Toren Differenz gebraucht. Wegmann berichtet: „Ich habe dem Trainer Saftig in der Pause gesagt: ‚Herr Saftig, ich muss bis zur 90. Minute durchspielen, das ist wichtig!‘ Drei Mal habe ich das wiederholt, und es ist so gekommen.” Michael Zorc (54.), Marcel Raducanu (68.) und in der letzten Minute (!) eben dieser Jürgen Wegmann bewahrten den BVB mit dem 3:1 vor dem Abstieg. Zehn Tage später gewann Dortmund das nötig gewordene dritte Spiel in Düsseldorf gegen grippegeschwächte Kölner mit 8:0. Saftig sagt: „Wenn ich heute durch die Dortmunder Fußgängerzone gehe, werde ich noch immer auf diese Partien angesprochen.“