66. Norbert Dickel – der Held von Berlin

Jeder BVB-Fan kennt seine Geschichte von 1989. Mit 4:1 gewannen die Borussen gegen Bremen das DFB-Pokalfinale, die Tore zum 1:1 und 3:1 schoss der ungelenk wirkende Angreifer, der zuvor sechs Wochen wegen einer schweren Knieverletzung inklusive Operation pausiert hatte. Dickel absolvierte einen wahren Reha-Marathon in Richtung Berlin, in Richtung Finale. Das Knie wurde immer wieder dick. Wasser und Blut sickerten ein. Auf Krafteinheiten folgten Rückschläge, Schmerzen und Zweifel. Clubpräsident Dr. Gerd Niebaum soll Trainer Horst Köppel am Tag vor dem Finale dennoch flehentlich gebeten haben: „Bitte, stell den Norbert auf – der soll spielen, solange es geht.“ Vielleicht bescherte der Vereinsboss Dickel so den Tag seines Lebens. Nach der Held-Werdung von Berlin spielte er in der Bundesliga nur noch sechsmal für Dortmund. Dann war Schluss. Das Knie. „Der 24. Juni 1989 hat mein ganzes Leben verändert“, sagt Dickel heute. Inzwischen ist er Stadionsprecher beim BVB. Und vor jedem Meisterschaftsspiel huldigen ihm die Fans: „Jeder kennt iiihn, den Held von Berliiin!“