73. Der Champions-League-Sieg (1997)

Nehmen wir es mit den Worten von TV-Reporter Marcel Reif, der am 28. Mai 1997 um 22.25 Uhr im Münchner Olympiastadion sagte: „Lars Ricken kommt, der Mann mit dem entscheidenden Tor in Auxerre, der Mann mit dem entscheidenden Tor in Manchester … Möller, Ricken, Ricken, lupfen jetzt, jaaaaa! Fünf Sekunden auf dem Platz, fünf Sekunden! Lars Ricken! Die Gebrüder Grimm drehen sich im Grabe um, also das sind Märchen, die gibt es nicht.“ Kaum eingewechselt und schon das Finale um die Champions League entschieden. Ohne Zweifel hat Lars Ricken Borussia Dortmund mit dem Geniestreich zum 3:1-Endstand gegen Juventus Turin den größten Gänsehautfaktor seiner mehr als 100-jährigen Vereinsgeschichte beschert. Aber nicht nur Ricken: Karlheinz Riedle traf im Endspiel sogar zweimal (zum 1:0 und 2:0). Später verriet der Stürmer. „In der Nacht vor dem Finale hatte ich einen Traum. Darin hatte ich ein Tor mit links und eines mit dem Kopf gemacht. Genauso kam es dann. Das kann doch nicht wahr sein.” War es aber… Am Tag darauf stand Dortmund kopf und feierte die größte Party der Stadtgeschichte.