74. Andreas Möller

Pech gehabt. Eine Weile lang durfte sich der BVB anno 1989 freuen, Mittelfeldspieler Andreas Möller in den eigenen Reihen zu wissen. Der gute Andi stand jedenfalls unter Vertrag, leider war es bei dieser einen Unterschrift aber nicht geblieben: Auch dem Ligarivalen Frankfurt hatte er seine Dienste zugesichert, und dort spielte er dann ja schließlich auch. Hier den Vertrag unterschreiben, dann aber doch dort arbeiten – ein ziemlich großes Problem! Dass Möller in Dortmund trotz dieser unrühmlichen Geschichte zum Gefeierten, ja Verehrten avancierte, lag an seinen riesigen fußballerischen Qualitäten. Er wurde Weltmeister (1990), Europameister (1996), Champions League- und Weltpokalsieger (jeweils 1997 mit Borussia Dortmund), Deutscher Meister (1995 und 96 mit Dortmund ) und Pokalsieger (1989 mit dem BVB sowie 2001 und 02 mit Schalke 04). Der Bürokaufmann aus Frankfurt-Sossenheim stieg in seiner 19-jährigen (Erstliga-) Karriere zu einem der erfolgreichsten deutschen Spieler aller Zeiten auf. Möller, ein XXL-Talent, übersensibel, technisch brilliant und so schnell, dass sie ihn „Turbo“ nannten. Von Anfang 1988 bis 1990 und 1994 bis 2000 zündete der „Turbo“ 228 Mal für den BVB (71 Tore).