75. Heiko Herrlich

Der große (internationale) Durchbruch ist Heiko Herrlich in Dortmund nicht gelungen, obwohl er 1995 als Torschützenkönig der Bundesliga aus Mönchengladbach mitten in der sportlichen Wachstumsphase zur Borussia wechselte. Letztlich hat sein Gladbacher Mitspieler Stefan Effenberg Recht behalten mit der Vorhersage, „bei uns schießt du 20 Tore, in Dortmund machst du vielleicht zwanzig Spiele“. Ein paar mehr waren es dann zwar schon (132/42 Tore), und im Jahr 2002 wurde Heiko Herrlich mit dem BVB Deutscher Meister – doch bewegt hat die Menschen im Ruhrgebiet vor allem sein schweres Schicksal. Im Jahr 2000 erkrankte der Stürmer an einem Gehirn-Tumor und kehrte schon zehn Monate später auf den Rasen zurück. Den Krebs besiegte der 75-malige Bundesliga-Torschütze, doch nachdem er sich im Mai 2002 einen komplizierten Joch- und Schlüsselbeinbruch zugezogen hatte, waren alle Comeback-Versuche vergebens. Herrlich hatte immer von der WM geträumt – er schaffte es nie bis dorthin. „Aber jede Nachuntersuchung, nach der die Ärzte zu mir kommen, mich anlächeln und sagen, dass alles in Ordnung sei“, betont er, „ist für mich wie eine WM.“