77. Lars Ricken

Die Bilder sind noch gut in Erinnerung: Wie Lars Ricken im Champions-League-Finale am 28. Mai 1997 in der 71. Minute eingewechselt wurde, wie er zehn Sekunden später an den Ball kam – und wie er mit jugendlicher Frechheit das 3:1 für Dortmund gegen Juventus Turin erzielte, mit einem Heber aus 30 Metern. Rickens Treffer wurde zum Tor des Jahres 1997 gewählt, und sogar für den Spielort fiel eine – wenn auch inoffizielle – Auszeichnung ab. Das Münchner Olympiastadion wird für immer die Spielstätte sein, in der zum ersten Mal eine deutsche Fußballelf die 1993 eingeführte Champions League gewinnen konnte. Lars Ricken – er ist der Inbegriff des Dortmunder Fußballprofis. Einer, den die Fans liebten und noch immer lieben. Einer, der „den BVB immer im Herzen trägt“, wie er selbst sagt. Mit 17 wurde er in den Profikader berufen, nach 15 Jahren beendete er im Frühjahr 2009 seine Laufbahn. Nach 301 Bundesliga-Partien (49 Tore) und 16 Länderspielen wechselte er das Revier. Ricken engagiert sich heute als Nachwuchskoordinator „seiner“ Borussia.