78. Martin Kree

Seinem Schuss wollte nie jemand im Wege stehen: Martin Kree (zwischen 1994 und 1998 in 81 Bundesligaspielen für Dortmund auf dem Platz) brachte es mit seinen Knallern auf bis zu 137 km/h. Kree, der Verteidiger, war ein Großer im Schatten der ganz Großen. In 401 Bundesligaspielen für Bochum, Leverkusen und den BVB erzielte er 51 Tore – darunter aber nur ein Treffer für die Borussia. „Es waren 14 Jahre wie im Traum”, sagt Kree heute. Er gehörte den BVB-Meistermannschaften 1995 und 1996 an, wurde Champions-League- und Weltpokalsieger 1997. Dabei stand seine Borussen-Zeit eigentlich unter keinem guten Stern: Kree kam 1994 als Pokalsieger aus Leverkusen, „und ich hatte die Zusage, dass Dortmund in dem Jahr keinen Abwehrspieler mehr kauft – aber drei Tage später kam Julio César. So fing das an“. Und so ging das weiter. Jürgen Kohler folgte, noch so ein Weltklasse-Abwehrspieler. Doch sie alle verhinderten nicht, dass Kree überzeugen konnte. Im Europacup schlugen seine großen Stunden. „Einer der Stars war immer verletzt“, sagt er rückblickend. Und dann ganz ehrlich: „Die haben in einer anderen Liga gespielt, ich hab’ davon profitiert!“