80. Karlheinz Riedle

Mit 24 Jahren war Karlheinz Riedle schon Weltmeister. 1990 in Italien – diesen Titel konnte dem damaligen Ergänzungsspieler niemand mehr nehmen. Das habe Gewicht gehabt, das sei ein Türöffner gewesen – so meint er. „Stellst du dich irgendwo als Weltmeister vor, ist es wie im Business. Wenn du eine große Nummer bei Microsoft bist, kannst du auch aus einer Vielzahl von tollen Jobangeboten auswählen“, betont der Angreifer. Riedle konnte das immer. Münchens Bayern lockten ihn 1993, waren aber zu spät dran. Der Stürmer musste Franz Beckenbauer am Telefon vertrösten, er hatte schon bei Borussia Dortmund zugesagt. Seine zwei Tore im Finale der Champions League 1997 beim 3:1 gegen Juventus Turin markierten den Höhepunkt der Erfolgsgeschichte des BVB in den 90er-Jahren. Einen der Treffer erzielte er mit dem Kopf – eine Spezialität des Karlheinz Riedle, der in der Luft regelrecht zu stehen schien und deswegen von Fans und Medien „Air“ genannt wurde. Seine Karriere hat er beim FC Liverpool und in Fulham ausklingen lassen. Riedle sammelte 42 Länderspieleinsätze. Sein letzter Titel als Nationalspieler: 1994 wurde er zum attraktivsten DFB-Kicker gewählt.