24. Heinrich Kwiatkowski (Deutsche Meisterschaft 56 + 57)

Heinrich Kwiatkowski. Genannt Kwiat. Eigentlich ein Schalker Junge, der 1952 zur Borussia wechselte. Zuvor hatte er das Tor der Königsblauen und der Rot-Weißen aus Essen gehütet. Mit Kwiat im Gehäuse jubelte Borussia 1956 und 1957 über Deutsche Meistertitel. 1961 stand die Zuverlässigkeit in Person noch mal im Finale mit dem BVB, konnte aber die Niederlage nicht verhindern. Überhaupt nicht glücklich verlief seine Karriere im Nationaltrikot. Heini kassierte in seinen zwei WM-Spielen für die Herberger-Truppe 14 Gegentore, legendär das 3:8 bei der WM 1954 gegen die Ungarn. Der Bundestrainer ließ eine B-Elf auflaufen, mit so einer Klatsche hatte Herberger, der Vater des Wunders von Bern, nicht gerechnet. Vier Jahre später durfte der Dortmunder noch mal ran – und musste gegen Frankreich sechsmal hinter sich greifen und trat als Nationaltorwart zurück. Der gelernte Schlosser wurde 2003 als Borusse des Jahres ausgezeichnet – verdienter Lohn für einen untadeligen Sportsmann, der 1964 seine Laufbahn beendete. Heinrich Kwiatkowski (* 16.7.1926, † 23.5.2008)